Isaak floh vor dem Monophysitismus und kam um 500 nach Spoleto in Umbrien. Er lebte sechs Jahre als Einsiedler auf dem nahen Monteluco, wo schon in römischer Zeit ein "heiliger Wald" existierte. Einer Vision der Maria folgend, rief er eine Gemeinschaft von Mönchen nach morgenländischem Vorbild ins Leben, die in kleinen Mönchszellen oder natürlichen Höhlen lebten. Isaak half Kranken und Besessenen und hatte die Gabe zur Weissagung und erbaute der Überlieferung nach die Kirche S. Giuliano auf halber Höhe zwischen dem Monteluco und Spoleto.

Dennoch, so schrieb Papst Gregor der Große, von dem wir die Nachrichten über Isaak haben, war an ihm ein Punkt, "den man hätte tadeln können: Er war nämlich so fröhlich, dass niemand, wenn man es nicht gewusst hätte, an die Fülle seiner Gnaden geglaubt haben würde".

Isaak wurde in der Kirche San Guiliano oberhalb von Spoleto bestattet und schon bald hoch verehrt. An der Stelle der heutigen Kirche San Ansano in Spoleto wurde im 8./ 9. Jahrhundert in den Mauern eines römischen Tempels aus dem 1. Jahrhundert eine ihm geweihte Kirche erbaut; die Krypta von S. Ansano ist bis heute Isaak gewidmet; dorthin wurde - wohl im 16. Jahrhundert - sein Sarg gebracht. Auf dem Monteluco fand man Reste einer alten Laura; im 13. Jahrhundert gründete Franziskus von Assisi dort ein bis heute bestehendes Kloster.




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